Leitbild

Das Diakonische Bildungszentrum ist eine diakonische Aus- und Weiterbildungsstätte in der Trägerschaft des Vereins St. Elisabeth e. V. Sie bietet seit 1989 Ausbildung und zusätzlich seit 1992 Fort- und Weiterbildung im Bereich AltenpflegeLeitbild an. 1997 wurde das Ausbildungsangebot um den Bereich Heilerziehungspflege erweitert, 2003 kam die Altenpflegehilfe-Ausbildung hinzu.Mit der Fachschule Heilerziehungspflege und den Berufsfachschulen Altenpflege und Pflegeassistenz und der Abteilung Fort- und Weiterbildung verfolgt das Diakonische Bildungszentrum als zentrales Ziel die berufliche Qualifikation interessierter Menschen in sozialpflegerischen Arbeitsfeldern.

1.2.1. Diakonische Ausrichtung

Dabei orientieren sich die Handelnden an dem in der Bibel dargelegten christlichen Menschenbild:
  • Die Würde des Menschen wird gewahrt – er ist das „Ebenbild Gottes“.
  • Der einzelne Mensch wird wahrgenommen, akzeptiert, begleitet und beraten – dies ist ein Auftrag in der Nachfolge Jesu.
  • Frieden und Gerechtigkeit sind Handlungsorientierung für die Interaktion in kleinen und großen Gruppen – dies ist eine biblische Verheißung.
  • Gegenseitige Unterstützung in der täglichen Arbeit in einer Atmosphäre des Vertrauens und der Transparenz wird gewährt – dies macht die christliche Dienstgemeinschaft aus.
Gemäß dem „Leitbild Diakonie“ ist Diakonie „gelebter Glaube, präsente Liebe, wirksame Hoffnung“. Sie „macht sich stark für andere“ und „ist Wesens- und Lebensäußerung der evangelischen Kirchen“ auch und gerade in den Bereichen Behindertenhilfe, Altenhilfe und Krankenhilfe. Dort haben sich vielfältige Formen diakonischer Arbeit entwickelt, deren Professionalität durch Aus-, Fort- und Weiterbildung gesichert wird.An dieser Stelle hat das Diakonische Bildungszentrum des Vereins St. Elisabeth e. V. ihren Ort:Diakonie bildet für Diakonie aus.

1.2.2. Fachschule Heilerziehungspflege

Mit der Aus- und Fortbildung von Heilerziehungspfleger/innen verfolgt die Fachschule Heilerziehungspflege das Ziel, mitzuwirken bei der _DSC6978Professionalisierung der Betreuung  im Bereich der Behindertenhilfe. Grundlage hierfür ist die Überzeugung, dass Menschen mit Behinderung Teil unserer Gesellschaft und damit Teil unseres Lebens sind. Die Selbstver-ständlichkeit ihres Seins braucht eine breite Akzeptanz in allen Bevölkerungsgruppen. Nur so ist ein höchstmögliches Maß an Lebensqualität für Menschen mit und ohne Behinderungen zu erreichen, nur so ist die Wahrung der Menschenwürde für alle möglich.Im Mittelpunkt der Ausbildung stehen dabei zum einen der Mensch mit Behinderungen mit seiner Persönlichkeit, seiner Lebenswelt und seinen Ressourcen und zum anderen die Heilerziehungspflegerin, die mit einem hohen Maß an sozialer und fachlicher Kompetenz gezielt und individuell begleiten, pflegen, unterstützen und fördern kann.  

1.2.3. Berufsfachschule Altenpflege

Die Berufsfachschule Altenpflege verfolgt das Ziel, die Betreuungssituation im Bereich der Altenpflege und Altenhilfe durch Aus-, Fort- und Weiterbildung qualifizierter Mitarbeiterinnen zu verbessern. Grundlage dieser Arbeit ist die Erkenntnis, dass Altwerden und Altsein Teil der Entwicklung jedes Einzelnen ist und Altsein in allen unterschiedlichen Erscheinungsformen, denen wir uns gegenübersehen, akzeptiert werden muss. Die Unterstützung alter Menschen, ihr selbstverständliches Recht auf menschenwürdige und selbstbestimmte Umgebung wahrzunehmen, ist dafür notwenig.DSC_8139_KopieIm Mittelpunkt der Arbeit der Berufsfachschule stehen sowohl der alte Mensch in seinem Umfeld, mit seiner ganzen Persönlichkeit, seiner individuellen Biographie und Entwicklung als auch die Mitarbeiterin, die ganz gezielt und auf die einzelne besondere Person bezogen tätig werden kann.

1.2.4. Berufsfachschule Pflegeassistenz

DSC_8124_KopieDie Ausbildung von Pflegeassistentinnen in der Berufsfachschule Pflegeassistenz dient dem Ziel, die Pflege- und Betreuungsleistungen, die auf der Helferebene erbracht werden, zu professionalisieren und so die Qualität der Arbeit in Einrichtungen der Behindertenhilfe, der Altenpflege und Altenhilfe und der Gesundheits- und Krankenpflege zu sichern und kontinuierlich zu verbessern.Der Mensch mit Unterstützungsbedarf, mit dem die Pflegeassistentin in Kontakt tritt und den sie begleitet, steht dabei genauso im Mittelpunkt wie die Pflegeassistentin, die im ständigen Austausch mit der Betreuungsfachkraft tätig wird und mit sozialer und fachlicher Kompetenz begleitet, unterstützt und pflegt.

1.3.1. Fachschule Heilerziehungspflege

Die Ausbildung zur staatlich anerkannten Heilerziehungspflegerin bietet an der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen interessierten Bewerberinnen die Möglichkeit, eine staatlich anerkannte Qualifikation zur selbständigen und verantwortlichen Tätigkeit im gesamten Bereich der Behindertenhilfe zu erwerben. Neben der Bereitschaft, im Team zu arbeiten, ist das Interesse für die vielfältigen Erscheinungsformen von Behinderungen und die Bereitschaft, sich auf alle Altersgruppen einzustellen, Voraussetzung.

1.3.2. Berufsfachschule Altenpflege

Das Ausbildungsangebot der Berufsfachschule Altenpflege mit dem Berufsziel staatlich anerkannte148 Altenpflegerin richtet sich an Interessentinnen, die im Bereich der Altenhilfe qualifiziert tätig werden wollen. Die Bereitschaft, im Team zu arbeiten, Verantwortung zu übernehmen und Aufgaben selbstständig durchzuführen, ist für die Arbeit im Beruf der Altenpflegerin Voraussetzung.

1.3.3. Berufsfachschule Pflegeassistenz

Die Berufsfachschule Pflegeassistenz bietet eine breit gefächerte Ausbildung für Menschen, die Altenpflegerinnen, Gesundheits- und Krankenpflegerinnen oder Heilerziehungspflegerinnen gezielt und kompetent unterstützen möchten. Interesse an allen drei Tätigkeitsfeldern, Freude an der Arbeit mit Menschen und die Fähigkeit, sich auf ein Team einzustellen, sind dafür Voraussetzung.

1.3.4. Fort- und Weiterbildung

156Das Fort- und Weiterbildungsangebot der Bildungseinrichtung des Vereins St. Elisabeth e. V. wendet sich an Mitarbeiter/innen in der Behindertenhilfe, Altenhilfe sowie der Krankenhilfe, die ihre Kenntnisse auf bestimmten Gebieten auffrischen und Erfahrungen austauschen möchten. Das Interesse an ganzheitlicher Pflege, Förderung, Betreuung und Beratung von Menschen und die Bereitschaft, über die eigene Rolle im Pflege- und Betreuungsprozess sowie in der Interaktion mit allen am Arbeitsprozess Beteiligten nachzudenken, ist Voraussetzung für eine lohnende und realitätsbezogene Fort- und Weiterbildung in aufgeschlossener Atmosphäre.
  • Lernende und Lehrende erkennen alt werden und alt sein als Teil der persönlichen Entwicklung jedes Einzelnen, nehmen diese Erkenntnis an und gehen bewusst mit dem eigenen Älterwerden um.
  • Lernende und Lehrende begegnen Menschen mit Behinderungen angstfrei, akzeptieren deren Besonderheiten und erkennen die eigenen.
  • Lernende und Lehrende erkennen die Bereiche Gesundheit und Krankheit. Sie akzeptieren die Definition der WHO und den individuellen Verlauf von Gesundheits- und Krankheitsprozessen und streben eigene Gesundheit an.
  • Lernende und Lehrende erweitern ihre soziale, kommunikative, methodische und fachliche Kompetenz.
  • Lernende und Lehrende erlangen belastbare Teamfähigkeit und emotionale Stabilität.
  • Lernende und Lehrende erforschen die eigene Motivation und entwickeln Strategien gegen den burn out.
  • Den Lernenden gelingt nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung die Eingliederung in den Arbeitsmarkt (s. Kooperationspartner K 4.5. und Vermittlung in Arbeit K 6).

1.4.1. Für die Schüler/innen der Fachschule Heilerziehungspflege

bedeutet es, dass sie
  • angemessene Fachkenntnisse im Bereich des Ausbildungsspektrums erlangen,_DSC6656
  • Kompetenzen erklangen in den Bereichen Erziehung, Förderung, Entwicklung,  Unterstützung, Begleitung, Beratung und Kommunikation,
  • pflegerische Tätigkeiten als Teil ganzheitlicher Pflege lernen und üben,
  • die eigene Rolle im späteren Arbeitsprozess erkennen, überdenken und mit Distanz  betrachten,
  • eine ihrer Qualifikation entsprechende Arbeitsstelle finden und behalten.

1.4.2. Für die Schüler/innen der Berufsfachschulen Altenpflege und Pflegeassistenz

bedeutet es, dass sie
  • angemessene Fachkenntnisse im Bereich des Ausbildungsspektrums erlangen,
  • pflegerische Tätigkeiten als Teil ganzheitlicher Pflege lernen und üben,
  • sozialpflegerische Kompetenz erlangen in den Bereichen Aktivierung, Mobilisierung, Beratung, Gespräch und Unterstützung bei der Tagesgestaltung,
  • die eigene Rolle im späteren Arbeitsprozess erkennen, überdenken und mit Distanz betrachten,
  • eine ihrer Qualifikation entsprechende Arbeitsstelle finden und behalten.

1.4.3. Für die Teilnehmer/innen der Fort- und Weiterbildungsangebote

heißt das, dass sie
  • bereits erworbene Kenntnisse im sozialpflegerischen Bereich aktualisieren und vertiefen,
  • neue Informationen und Entwicklungen aufnehmen und in eigene bestehende Theorien und Handlungskonzepte transferieren,
  • Erfahrungen mit Kolleginnen austauschen,
  • aktuelle Fragen und Probleme aus der Praxis darstellen, diskutieren und Lösungsansätze suchen,
  • die eigene Rolle im jeweiligen Arbeitsbereich definieren und überdenken,
  • einen Transfer der erworbenen Erkenntnisse in ihr Praxisfeld vollziehen

1.4.4. Für die Lehrenden

heißt das, dass sie
  • ihre Fach- und Methodenkompetenz durch Fortbildung und Selbststudium kontinuierlich erweitern und auf die sich verändernden Ausbildungsprozesse abstimmen,
  • ihre sozialen Kompetenzen reflektieren, sich ihrer Vorbild-Funktion bewusst sind und als Vorbilder im Sinne der dargestellten Grundsätze und Ziele handeln,
  • sich als Teil der Dienstgemeinschaft verstehen und die Entwicklung des Diakonischen Bildungszentrums Alfeld unterstützen,
  • je nach Funktion bereit sind, auch in Zusammenarbeit mit externen Fachkräften zur Qualitätssicherung beizutragen.

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