Bildungszentrum
Presseartikel
im Mai 2008, Artikel aus „Sieben regional“Helfer in schwierigen Lebenslagen
Neuer Ausbildungsgang „Pflegeassistenz“ in Alfeld und HildesheimAlfeld/Hildesheim. Bedürftige Menschen unterstützen, pflegen und betreuen ist eine Lebensaufgabe – und ein Beruf. Er erfordert Anteilnahme, den Wunsch zu helfen wenn es Menschen schlecht geht und das Erlernen von Kompetenzen.

Neuer Ausbildungsgang „Pflegeassistenz“ in Alfeld und Hildesheim
Die Ausbildung zum Staatlich geprüften Pflegeassistenten kann ein Einstieg in das Feld der Gesundheitsberufe sein. Insbesondere dann, wenn Jugendliche zwischen 16 Jahren und Mitte 20 als Grundqualifikation den Hauptschulabschluss mitbringen.
„Junge Menschen haben ein großes Potentialan sozialem Engagement , das sie oftmals nicht einsetzen können, weil sie keinen Ausbildungsplatz bekommen“, bedauert Helgard Feldbinder, die Leiterin des Diakonischen Bildungszentrums Alfeld, und motiviert: „Diese Personen suchen wir für den neuen Ausbildungsgang.“
Menschen aller Altersgruppen bei Krankheiten beziehungsweise Behinderungen betreuen sowie in schwierigen Lebenslagen begleiten und Senioren pflegen und unterstützen – das ist das Arbeitsgebiet der Pflegeassistenten. Bisher gab es dafür drei Berufe: Alten-, Kranken- und Heilerziehungspflegehilfer. Zum Beginn des neuen Schuljahres werden die drei Bereiche, die bisher in einem Jahr gelehrt wurden, zu einer zweijährigen Ausbildung zusammengelegt.
„Man lernt erst einmal alles kennen“, erklärt Helgard Feldbinder, „um sich später zu spezialisieren. Je umfangreicher die Ausbildung, desto besser die Berufschancen.“ Pflegeassistenten und die darauf aufbauenden Ausbildungsgänge wie Alten-, Kranken- und Heilerziehungspfleger sind Berufe mit Zukunft: Die Menschen werden immer älter und damit auch gebrechlicher und pflegebedürftiger, zudem leben sie vermehrt allein. „Es gibt also einen steigenden Bedarf an Gesundheitspersonal“, ergänzt Ulrike Riechers, die Leiterin der Außenstelle Hildesheim.
Dort bildet das Diakonische Bildungszentrum den Beruf des Pflegeassistenten ebenso aus wie in Alfeld. Abgedeckt wird damit eine Region zwischen Seesen und Eschershausen sowie zwischen Kreiensen und Sarstedt. Insgesamt werden durch die Einrichtung 170 Schülerinnen und Schüler betreut.
„Besonders wichtig sind uns die praktischen Ausbildungsteile“, betont Helgard Feldbinder. In Krankenhäusern, Seniorenheimen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen werden Praktika absolviert. „Später können sich die Schüler auf einen Teilbereich des Tätigkeitsfeldes spezialisieren.“
Jederzeit können sich Interessierte beim Diakonischen Bildungszentrum Alfeld informieren. Dann können auch Themen wie Bafög und Schulgeld sowie die Aufnahmevoraussetzungen angesprochen werden. Ein Hauptschulabschluss oder gleichwertiger Bildungsstand ist nämlich erforderlich. Zudem besteht die Möglichkeit, während der Ausbildung den Realschulabschluss zu erlangen. „Aus dem Beruf des Pflegeassistenten kann man viel machen“, so Helgard Feldbinder.
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